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5
Sep

Kandete 2010 – Ein Fazit

Wir acht Glinder Jugendliche haben im Sommer 2010 für 3 Wochen unserer Partnergemeinde in Kandete, Tansania besucht.

Die Vorbereitungszeit der Reise betrug über ein Jahr, in der wir von Almut und Emil Heucke intensiv vorbereitet wurden. Dabei haben wir viel über Land und Leute, Gemeindeaufbau, Schulen, soziale Einrichtungen, Gebräuche und Ernährung sowie einige Kisuaheli-Kenntnisse erfahren.

Nachdem wir am 13. Juli 2010 von Hamburg über Zürich nach Dar Es Saalam (Tansania) geflogen sind, folgte eine lange Busfahrt quer durch Tansania, bis wir dann am 15. Juli in Kandete ankamen. Dort haben wir zusammen mit den Jugendlichen in Form eines Workcampes auf dem Feld gearbeitet, an einem Haus gebaut und viel Zeit miteinander verbracht. In der Kirche – insbesondere im Gottesdienst – haben wir zusammen mit unseren Austauschpartnern viel gesungen, getanzt und gebetet.

Am 1. August haben wir uns dann auf den Rückweg gemacht und sind am 3. August wieder in Hamburg gelandet.

Schon im Vorwege waren Absprachen bezüglich unseres Besuches schwierig, da die Post sehr unzuverlässig ist und Internet weitestgehend nicht vorhanden.

Auch vor Ort stellte sich die Kommunikation als problematisch dar. So waren die Englisch-Kenntnisse sehr sporadisch und uns mangelte es an Kisuaheli/Kinyakyusa-Kenntnissen. Wir verständigten uns mit der Jugend überwiegend mit Händen und Füßen sowie Wortfetzen, waren aber immer sehr froh, wenn ein Übersetzer in der Nähe war – meistens hat der Jugendpastor der Konde-Diözese, Jackson Mwakibasi, diese Rolle übernommen.

In den Gottesdiensten, von denen wir vor Ort einige erleben durften, kamen uns viele Elemente sehr bekannt vor, in Kandete wurden jedoch die Kollekten mehrfach eingesammelt, Sachspenden am Ende versteigert und viel getanzt. Besonders die Predigten haben uns erschreckt, da das Verständnis der Gott-Mensch-Beziehung ein gänzlich Anderes ist.

Im Rahmen des Workcamps haben wir die traditionellen Pflüge- und Pflanztechniken kennengelernt und mit vereinten Kräften das Feld umgegraben und dabei am eigenen Leibe erfahren, dass sich bei uns Weißen tatsächlich Blasen bilden, was uns von den Kandetern im Vorwege vorgehalten wurde. An einem Tag entschlossen wir uns, unseren „Arbeitskollegen“ eine Soda auszugeben. Im Nachhinein erfuhren wir, dass dies auf dem Feld absolut unüblich ist und für großes Aufsehen sorgte.

Neben der Feldarbeit halfen wir beim Bau des Kandeter Gästehauses mit. Zuerst beförderten wir die Ziegel, mit denen wir später die Wände errichteten, von den Lagerorten zur Baustelle. Dabei bewiesen sich die tansanischen Stapeltechniken als sehr effektiv, wir hatten während dieser Aufgabe wieder sehr viel Kontakt mit der Kandeter Jugend. Das aus unserer Sicht mangelnde Gefahrenbewusstsein beim Transport sorgte für einige Unstimmigkeiten. Immer wieder kamen Menschen vorbei – auch aus entfernten Nachbardörfern, wo sich unser Besuch schnell rumgesprochen hatte  – um uns bei der Arbeit zuzusehen.

Dass „Wazungus“ (= Weiße) arbeiten, sieht man dort nicht alle Tage.

Ein anderes weit verbreitetes Bild der Wazungus ist, dass sie alle sehr reich seien – auch wir wurden mehrfach von Fremden nach Geld gefragt.

Neben der Arbeit sind wir auch durch andere Freizeitbeschäftigungen wie Fußball spielen mit der Kandeter Jugend in Kontakt getreten. Wir haben oft gespielt, dabei kamen die tollen vom TSV Glinde gespendeten Trikots zum Einsatz!

Bei den Aktionen haben viele Jugendliche mitgemacht, die wir aufgrund ihres Alters nicht als jugendlich eingestuft hätten. Auf Nachfrage wurde uns erklärt, dass dort Jugendliche nach dem Aussehen und nicht nach dem tatsächlichen Alter eingestuft werden.

Gewöhnungsbedürftig waren für uns die täglichen Mahlzeiten. Als Gäste haben wir jeden Tag das gleiche Festgericht bekommen und sollten immer möglichst viel davon essen.

Schwierig war es für uns, die Rolle des Gastes mit der Durchführung des Workcampes zu verbinden, gerade die extensive Gastfreundschaft steht im Widerspruch zur mehrstündigen Arbeit, was einen erhöhten Druck verursacht hat.

Im Laufe der Zeit haben wir uns gegenseitig immer besser kennengelernt und wussten somit, wer in den Pausen gerne Quatsch macht, wer sich viel auf das Abenteuer der Kommunikation einlässt und auch, wer sich durch intensive Handytelefonate vor der Arbeit drückt.

Unserer Wahrnehmung nach spielt das Handy in Kandete eine wichtige Rolle. Ein großer Anteil der Menschen, mit denen wir zu tun hatten, besaß ein Mobiltelefon und nutzte dieses des Öfteren.

Ein anderes sehr interessantes Erlebnis war der Besuch einer Beerdigung. Der große trauernde Familien- und Bekanntenkreis trifft sich für mehrere Tage zum Verabschieden des Toten, wodurch meist die gesamte Dorfinfrastruktur für diese Zeit brach liegt.

Bei der Planung der Nachbereitung in Matema und der Auswahl der Jugendlichen für den Gegenbesuch wurde ein starkes Hierachiedenken deutlich. „Der Wunsch eines Großen ist der Befehl für einen Kleinen.“ (tansanisches Sprichwort) Um die Kandeter Jugend in die Planung zu involvieren, mussten wir also sehr auf unsere Wortwahl achten. Es zeigte sich auch, dass Frauen in der Gesellschaft eine untergeordnete Rolle einnehmen und sehr schüchtern sind.

Die Reise brachte uns viele interessante, aufregende und teils unerwartete Erlebnisse, von denen wir lange zehren werden. Wir waren immer wieder verblüfft über die tansanischen Gewohnheiten und Traditionen. Dazu gehörte auch das „Händchen halten“ unter gleichgeschlechtlichen Freunden (also auch mit uns), für uns eine ungewohnte Situation!

Toll war es für einige Gruppenmitglieder, die Erfahrung zu machen, eigenhändig einen Hahn zu schlachten.

Insgesamt hat das gesamte Abenteuer uns allen sehr viel Spaß gemacht und wir wissen jetzt: „Vieles, auf das wir intensiv vorbereitet wurden, wussten wir zwar. Richtig verstanden haben wir es allerdings erst nach eigener Erfahrung.“

In der Nachbereitung werden wir die Reise noch einmal intensiv behandeln, indem wir viel berichten und evaluieren, Gottesdienste vorbereiten und vor allem den Gegenbesuch vorbereiten.
Nächstes Jahr kommen 8 Jugendliche aus Kandete zu uns, 6 Mädchen und 2 Jungen gemeinsam mit Jackson Mwakibasi. Wir werden hier zusammen Glinde erobern und Ihnen dabei unsere ganz anderen Lebenswelt vorstellen, die sicherlich für sie sehr spannend wird.

Für die folgenden Jahre ist es von Bedeutung, langfristig die Kommunikation sicherzustellen. So hoffen wir auf ein Internet-Café in Kandete, welches z.T. schon angedacht ist. Wir wollen so den Kontakt nach Kandete halten und grade mit den Jugendlichen, die wir kennenlernten, in Kontakt bleiben.

Und so hoffen wir darauf, dass in 2 Jahren erneut eine Jugendgruppe aus Glinde nach Kandete fahren wird, um die Partnerschaft fortzuführen!

5
Sep

Zeitungsberichte

Auch nach der Reise erschien ein kleiner Bericht in der Bergedorfer Zeitung und auch im Hamburger Abendblatt:

Bergedorfer Zeitung: (Ausgabe vom 1. September 2010, S. 19)

Hamburger Abendblatt: (Ausgabe vom 8. September 2010, S. 1 Stormarn-Teil)

4
Sep

Nach der Reise

“Ugonile! – Ndaga!”

Diese Begrüßung ist aus der Sprache Nyakyusa, die individuelle Sprache der Konde-Region, in der wir für 3 Wochen in diesem Sommer zu Gast waren – aufmerksame Leser dieses Blogs wissen natürlich längst Bescheid. Für alle anderen in Kurzform:

Nach monatelanger Vorbereitung sind wir 8 Jugendliche aus Glinde und Umgebung im Juli  in Kandete gewesen, bei der Partnergemeinde der Ev. Kirchengemeinde St. Johannes im Süden von Tansania.

Dort haben wir in Form eines Workcampes die Gemeinde kennengelernt, wie geplant auf dem Feld gearbeitet und bei dem Bau eines Hauses mitgeholfen, aber auch einige Gottesdienste miterlebt, in denen wir viel gemeinsam gesungen und getanzt haben.

Diese Tätigkeiten und die gesamte Reise brachte uns viele interessante, aufregende und teils unerwartete Erlebnisse,  von denen wir lange zehren werden. Während unseres Aufenthaltes haben wir den kultureller Austausch miterlebt und -geprägt und unser Verständnis für den Glauben erweitert. „Vieles, auf das wir intensiv vorbereitet wurden, wussten wir zwar. Richtig verstanden haben wir es allerdings erst nach eigener Erfahrung.“

Wir wollen Sie und Euch einladen zu einem Gottesdienst, in dem wir viele unserer Eindrücke präsentieren werden und ein bisschen das “Feeling” rüberbringen wollen! Er findet statt am Sonntag, den 5. September um 10 Uhr in der St. Johanneskirche, Willinghusener Weg 69, Glinde.

Wem das nun zu früh ist, der kommt einfach am darauffolgenden Freitag, den 10. September, um 19 Uhr in die Kirche, dort findet ein etwas kürzerer Jugendgottesdienst für alle mit ähnlichem Präsentations-Inhalt statt!

Ansonsten möchten wir Sie und Euch neugierig machen auf den Gegenbesuch, denn nächstes Jahr werden 8 Jugendliche samt 1 Betreuer zu uns kommen! Darauf freuen wir alle uns schon sehr!

P.S.: Diese Bilder stammen aus den ersten Tagen in Kandete!

31
Jul

Kwa heri! Bis nächstes Jahr!

Momentan sitzen wir in einem kahlen Raum in Gabrieles neuem Haus, in das wir quasi mit reingezogen sind. Morgen früh geht es um 6:00 Uhr hier mit dem Bus nach Dar Es Salaam los. Dies bedeutet für uns, dass weitere 13 Stunden Fahrt auf uns zu kommen.

Die Zeit hier war richtig klasse :) , aber nun freuen wir uns auch, dass es nach Hause geht.

Wir hatten in den letzten Tagen viel Aufregendes, jede Menge Spaß, noch mehr Kontakt mit den Jugendlichen und vor allem eine erfolgreiche Auswertung in Matema, die uns alle ein Stück mehr zusammen rücken ließ. Dabei waren wir mit den acht Jugendlichen unterwegs, die nächstes Jahr zu uns kommen werden. Vor allem durch die Anwesenheit von Gabriele Mayer und Jackson Mwakibasi konnten wir erstmals richtig tiefgründig diskutieren und wirklich alle am Gespräch involviert waren. Durch die sehr offene Diskussion haben wir erfahren, welche Eindrücke wir bei den Jugendlichen und im Dorf hinterlassen haben. Zudem wurde offen erzählt, welche „Tabus“ wir gebrochen haben. Beispielsweise haben wir den Jugendlichen während der Feldarbeit Cola ausgegeben, worüber das gesamte Dorf im Anschluss geredet hat, da dies normalerweise undenkbar ist. Ein weiteres Staunen haben wir ausgelöst, als wir unsere Füße in eine zum Händewaschen vorgesehene Schüssel gesteckt und gewaschen haben, was alle sehr amüsant fanden :) .

Matema selbst ist ein wunderbares Beach-Resort – ein echter Urlaubstraum. Leider haben wir davon nicht ganz so viel mitbekommen, da wir die meiste Zeit unter einem Dach ausgewertet haben.

Die Fahrt auf der offenen Ladefläche eines „Loris“ (kleiner Transport-LKW) war aufgrund der Straßenverhältnisse ein Riesen-Spaß.

Gestern hatten wir einen atemberaubenden Abschied in Kandete, bei dem einige Geschenke ausgetauscht wurden. Wie schon erwähnt, haben wir die Zeit hier sehr genossen, tolle neue Freundschaften geschlossen und der Partnerschaft neuen Schwung und weitere Wurzeln gegeben.

Wir freuen uns sehr auf das Reverse-Programm im nächsten Jahr in Glinde und blicken voller Optimismus auf die immer weiter wachsende Zukunft dieser Partnerschaft. :)

Am Dienstag landen wir übrigens um 8:50 Uhr in Fuhlsbüttel mit dem Flug mit der Nummer LX1050.

Drückt uns die Daumen für die Reise!

Björn, Clemens, Daniel, David, Nico, Ronja, Tobias und Zissa!

24
Jul

Tobiassi, Clemensi, Nico, Danieli, Bjornn, Franzisk, (R)onya, Davidi

Hallo zusammen!
Jetzt schreiben wir just vor dem nächsten großen Gottesdienst, dem letztem Gottesdienst im July, der jedes Jahr der Jugend gewidmet ist. Und da wir ja sowieso grad hier sind, hat sich Ronja auch gleich die Predigt geschnappt. Das wird sicher für die Gemeinde eine abwechslungsreiche Erfahrung!
Die ganze Woche jetzt war größtenteils der Arbeit gewidmet. Wir haben zwar nicht wie angekündigt Ziegel gebrannt, diese dafür aber um gestapelt. Dabei zeigte sich, dass die „traditionellen“ Stapeltechniken doch effektiver sind als jene, die wir uns erdachten und außerdem, wie schwierig Kommunikation ist, wenn etwas mal nicht klappt.
Dennoch konnten wir zwei Tage später die Ziegel zum Mauern verwenden.
Gabriele erzählte, bei ihr in Mwakaleli (45 min. Fußmarsch nach Kandete) hätten sich die Leute erzählt, dass wir in Kandete arbeiten würden und losliefen, um uns beim Arbeiten zuzusehen. Dass Weiße mitten im Dorf auf einer Baustelle mit anpacken, ist hier etwas ganz Besonderes!
Während und zwischen diesen Arbeiten haben wir uns gegenseitig (Glinder & Kandeter Jugendliche) immer besser kennengelernt, sodass wir mittlerweile schon wissen, wer ein Arbeitstier ist, wer sich lieber drückt, wer sich besonders gerne auf das Abenteuer der Verständigung einlässt oder wer in den Pausen gerne Blödsinn macht.
Diese Woche waren wir zunehmend auf uns allein gestellt, weil die Ansprechpartner zum Übersetzen oft nicht da waren. So war es vor allem Jackson Mwakibassi, der Absprachen traf und übermittelte.
Wir merken, dass es sehr anstrengend sein kann, eine Kommunikation aufrecht zu erhalten, bei der sich eine gemeinsame Sprache schwierig gestaltet. Ebenso sind die Mahlzeiten kein leichtes Thema, da immer höflich verweigert werden muss, wenn man aufgefordert wird, zum dritten Male nachzunehmen.
Dafür haben wir uns heute mal einen Tag Auszeit gegönnt und haben zum Teil einfach nichts getan oder sind mit Gabriele nach Mbeya gefahren.
Morgen kommt dann der zweite Sonntags-Gottesdienst, den wir hier erleben dürfen. Dabei werden wir noch ein paar restliche Fuß- / Volleybälle überreichen und unsere Hemden/Kleider tragen, die wir letzten Sonntag geschenkt bekommen haben.
Innerhalb der letzten Woche haben wir übrigens auch jeden Tag Fußball mit unseren neuen Trikots gespielt und zum Glück nun auch mal die Trikots gewaschen. Jedenfalls hat sich auch dort mittlerweile herausgestellt, wer Fußballprofi ist und wer lieber die Auswechselbank ziert.
Jedenfalls betont Lusajo, der quasi „Chef der Jugend“ ist, gerne immer wieder: „Another one to Danieli, Tobiassi, Clemensi, (R)onya, Franzisk, Nico, Davidi, Bjornn: Germany is very good at soccer!“

Wir alle fühlen uns hier jedenfalls immer noch sehr wohl, genießen jetzt noch die letzten Tage in Kandete, bevor es nach Matema zur Auswertung geht und sind hier schon voll dabei, den Gegenbesuch vorzubereiten.
So sollen am Sonntagabend die Jugendlichen feststehen, die nächstes Jahr nach Glinde fahren werden. Wir sind gespannt!

P.S.: Wer interessiert ist, wie das Hochladen vonstatten geht, erfreue sich an dem Bild :)

19
Jul

Erste Meldung

Erste Meldung aus Afrika! Endlich melden wir uns auch mal hier aus Tansania! Zwar seit heute teils mit Blasen an den Händen als Folgen der Feldarbeit, aber echt gut aufgehoben. Der Reise nach Kandete war schon ein echtes Abenteuer mit Aufenthalten in Dar Es Salaam und Tukuyu und einer rasant-schaukeligen Busfahrt. Nun begegnen wir seit mittlerweile 5 Tagen den Menschen und besonders der Jugend aus Kandete mit viel Freude und Spaß! Spannend ist vor allem die Kommunikation, da das Englisch der Tanzanier eher mau ist und auch unsere Kisuaheli-Kenntnisse zu wünschen übrig lassen. So müssen wir uns oft mit Händen und Füßen verständigen, was erstaunlich gut klappt. Sonst haben wir auch oft Frau Mayer und einen gut englischsprechenden Ansprechpartner vor Ort, wenn eine entscheidende Frage von beiden Seiten verstanden werden muss. Wir singen wie erwartet eine ganze Menge, werden genauso mit Essen sehr gastfreundlich versorgt und stellen uns oft vielen verschiedenen Person aus unterschiedlichen Bereichen vor. „Uganile? – Ndaga“, diese Begrüßungfloskel in Kinyakyusa werden wir sicher nicht so schnell vergessen. Frei übersetzt: „Guten Tag!“ – „Danke!/ Hallo!“ Erfahrene Einwohner können diese Floskel noch gefühlte 5 Minuten fortsetzen, das ist auch eines unserer Ziele nach 3 Wochen in diesem Land. Jeder freut sich total, dass wir hier sind und wir wurden und werden oft willkommen geheißen. Dabei ist auch jeder um unser Wohl bemüht, was manchmal ungewohnt ist. Kennengelernt haben wir schon viele Menschen, die schon lange in die Partnerschaft involviert sind und einige, die schon Glinde besucht haben (z. B. [ARZT], Issa und Mjema, Lusajo). Besonders mit den Jugendlichen haben wir sehr viel Kontakt, wobei wir gegenseitig Probleme haben, unsere Namen auszusprechen. Besonders witzig wird es immer bei Björn und Ronja, da das „ö“ und das „R“ für unsere Gastgeber nicht leicht sind! Gestern war der erste große Gottesdienst, in dem wir uns der gesamten Gemeinde vorgestellt haben. In diesem Zusammenhang überreichten auch beide Seite ihre Geschenke, wir erhielten selbstgenähte Hemden und übergaben die Trikots des TSV Glinde & Trittau. Am Nachmittag weihten wir diese auch gleich ein. Wir danken den Sponsoren schon mal auf diesem Wege! Heute waren wir auf dem Feld zusammen mit den Ihnen tätig und haben alles umgegraben, daher auch die Blasen. Wir waren wohl die ersten „Wasungo“ (=Weiße) hier, die solch eine Arbeit verrichtet haben! Daher wurde von den Vorbeigehenden sehr gestaunt und wir haben eine Menge Anerkennung geerntet! In den nächsten Tagen werden wir alle noch Ziegel brennen, davon ein typisch afrikanisches einfaches Haus bauen und auf einem Friedhof neue Grabfläche erschließen. Obwohl diese Arbeiten Teil der Bedingungen des „Work-Camps“ sind, sind wir auch persönlich gerne auf diese lebendige Art in die Partnerschaft eingebunden. Wir haben bisher eine tolle Zeit hier und freuen uns auch auf die restlichen 14 Tage, bis wir wieder zurück in Deutschland sind!

7
Jul

Die Vorbereitung auf die Reise

Seit mehreren Monaten treffen wir uns in regelmäßigen Abständen zur Vorbereitung unserer Reise nach Tansania. Dabei erhalten wir große Unterstützung durch das Ehepaar Almut und Emil Heucke, das uns in vielerlei Hinsichten bestens vorbereitet: Reisepässe, Visa-Beantragungen, Packlisten, Sprachkenntnisse in Kisuaheli, Impfungen …

Durch ihre langjährige Erfahrung in der Begegnung mit den Afrikanern, die z.B. mehrere Reisen nach Kandete aber auch Gegenbesuche beinhaltete, konnten Heuckes uns sehr lebhaft und intensiv einstimmen auf die drei Wochen Abenteuer.

Ohne die beiden wäre dieses Projekt samt dem Gegenbesuch 2011 nicht zustande gekommen, wir danken Almut und Emil sehr für ihre Inspirationen und ihr Engagement!

Außerdem haben wir Kontakt zu einer anderen Jugendgruppe – geleitet vom Pastor Klaus Täger -, die ebenfalls nach Afrika fliegt, jedoch in den Norden Tansanias. Mit ihnen haben wir zusammen ein Seminar-Wochenende rund ums Thema Afrika verbracht. Darunter zum Beispiel, welche und wie viele Stämme, welche Religionen und Traditionen (Beschneidungen..) es gibt, typisches Essen und Musik, welche Krankheiten verbreitet sind und in Zusammenhang damit, welche medizinische Ausstattung zu deren Behandlung vorhanden ist sowie noch vieles mehr. Außerdem haben wir unseren Aussendungsgottesdienst gemeinsam mit der Täger-Gruppe feiern dürfen.

Zur Abdeckung der Finanzen haben wir eine Präsentation über unser Projekt angefertigt und beim Bundesjugendplan vorgestellt, der sich bereiterklärt hat, einen großzügigen Betrag zu spenden. Ähnlich verhält es sich mit der Fernsehlotterie Bingo, die ebenfalls einen tollen Betrag zur Verfügung stellte. Außerdem erhalten wir eine gute Unterstützung durch die Tansania-Gruppe unserer Gemeinde.

Eine so gut vorbereitete Reise will natürlich auch festgehalten werden und nicht so schnell in Vergessenheit geraten. Deshalb werden wir während der Reise Tagebücher führen, die wir nach der Reise zu einem Tagebuch zusammenfassen und gerne zur Verfügung stellen möchten, um unsere Eindrücke und Erfahrungen zu teilen und vielleicht sogar den einen oder anderen dazu zu inspirieren, selber eine solche Reise anzutreten!

29
Jun

Daniel

Hey, ich bin Daniel Wieting, 20 Jahre alt. Ich mache aktuell eine Ausbildung im Logistikbereich. Ich fahre nach Tansania, um andere Kulturen und Menschen kennenzulernen und eine Menge Spaß zu haben. Besonders interessiert mich die afrikanische Küche, von der ich mir gerne etwas abgucken werde. Ich berichte dann am 5. September von meinen neuen Rezeptideen in einem Workshop, wenn sie mögen :)

29
Jun

Nico

Viele Dokumentationen berichten über den Kontinent Afrika. Dennoch habe, zumindest ich, Nico Düsing (22), bisher nicht wirklich viel darüber gewusst. Bei den Vorbereitungen haben wir viel über unser Reiseziel und Tansania allgemein erfahren, teilweise widersprüchliches. Ich bin gespannt, was für Erfahrungen wir machen werden.

29
Jun

Ronja

Hujambo! Ich bin Ronja Rituper, 17 Jahre alt, gehe auf das Gymnasium Glinde. Auch ich freue mich schon sehr auf die spannende Zeit in Tansania, in der ich mich wohl mehr mit Händen und Füßen als mit dem Mund verständigen werde. Ich fand Afrika schon immer faszinierend und nach einigen Startschwierigkeiten freue ich mich sehr, dass nun bald das Abenteuer von Land, Kultur und Leuten starten kann!